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Virtuelle Realität (VR) in der Kinderheilkunde: Innovative Perspektiven mit besonderer Berücksichtigung klinischer Anwendungen und pädiatrischer Rehabilitation

Als virtuelle Realität (VR) wird die Darstellung und Wahrnehmung in einer computergenerierten, virtuellen Umgebung bezeichnet. Der Begriff wurde durch den Autor Damien Broderick in seinem 1982 erschienenen Roman „ The Judas Mandala“ geprägt. Der Begriff „Mixed Reality“ beschreibt die Vermischung der virtuellen Realität mit der reinen Realität. Ebenso wird der Begriff der „Überwirklichkeit“ gebraucht.

Dabei spielt die „Immersion“ eine grosse Rolle. Immersion beschreibt die Einbettung des Nutzers in die virtuelle Welt. Eine virtuelle Welt wird plausibel angesehen, wenn die Interaktion in sich logisch ist. Durch diese Interaktivität wird die Illusion geschaffen, dass das, was zu passieren scheint, tatsächlich passiert. Ein häufiges Problem der VR ist die „motion sickness“, die Bewegungsübelkeit.

Um ein Gefühl der Immersion zu erzeugen, werden zur Darstellung virtueller Welten spezielle Ausgabegeräte benötigt. Hier werden vor allem „Head-Mounted-Displays“, CAVE und Shutterbrillen verwendet. Für die Interaktion werden Eingabegeräte benötigt: 3D Maus, Datenhandschuh, Flystick sowie das omnidirektionale Laufband, mit dem das Gehen im virtuellen Raum durch reale Gehbewegungen gesteuert wird, spielen hier eine Rolle.

VR wird eingesetzt im Bereich der Simulation (Pilotentraining), Kreation (Maschinenbau, Architektur), Unterhaltung (PC), Bildung (Lehre) und Kommunikation. Betrachtet man die Zukunft, werden die „inverse VR“ bei Ersatz verlorener Körperfunktionen eine Rolle spielen. Ebenso wird der Einsatz einer virtuellen Welt zur Ablenkung in der Kinderheilkunde, gerade bei schmerzhaften Eingriffen in der Medizin Anwendung finden. Gerade bei Kindern könnte „VR“ Einsatz finden bei Kleineingriffen, kurzen Manipulationen. die ansonsten eine Narkose erfordern oder bei Impfungen von Kindern, den man panische Ängste vor der Impfung nehmen muss. All das ist Zukunftsmusik. Auch in Arztpraxen. Ein innovativer Ansatz.

„Virtual Reality“ spielt mittlerweile in den USA eine grosse Rolle, behinderte Kinder zu fördern und an motorischen Funktionen zu arbeiten, die durch das Krankheitsbild deutlich beeinträchtigt sind. Behinderte Kinder tauchen mittels einer Shutterbrille in die virtuelle Welt ein, in der ihnen bestimmte Aufgaben vorgegeben werden, um diese kognitiv beeinträchtigten Kinder intensiv zu fördern. In Deutschland spielen diese Behandlungsansätze noch eine völlig untergeordnete Rolle, lassen aber Spekulationen zu Therapieansätzen zu, die in den nächsten Jahren in den pädiatrischen Rehabilitationskliniken breiten Einzug finden könnten.

Bittmann S

 

Director of Ped Mind Institute
Stefan Bittmann, M.D., M.A.
Weissenstein A, Villalon G, Luchter E, Bittmann S:
“Pipeline bandage with marigold essence in pediatric bee sting lesions”
Applied Medical Research 1 (1):32-34, 2015
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Weissenstein A, Villalon G, Luchter E, Bittmann S:
Tumor suppressor candidate 3 gene (TUSC 3) deletion correlates with mental retardation in a child”
Applied Medical Research 1 (1): 35-36, 2015
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Weissenstein A, Villalon G, Luchter E, Bittmann S:
“A newborn with a missing cerebrum”
Applied Medical Research (1):37-38, 2015
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Weissenstein A, Luchter E, Bittmann S
"Successful treatment of infantile haemangioma with propranolol"
accepted for publication, British Journal of Nursing 02/2015
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Weissenstein A, Luchter E, Bittmann S:
"Alice in Wonderland Syndrome: a rare neurological manifestation with microscopy in a 6 years old child"
accepted for publication in: Journal of Pediatric Neurosciences 12/2014
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Weissenstein A, Villalon G, Luchter E, Bittmann:
"Vaccine patches in pediatrics: future or false hope?"
International Journal of Innovative Medicine and Health Sciences (UK), Vol.2, 6-10, 2014
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